Reis werfen


Beim Verlassen des Standesamtes oder der Kirche wird das Hochzeitspaar von den bereits wartenden Gästen mit Reis beworfen.

Hier sollte jedoch vorher geklärt werden, ob dies auch erlaubt ist, da nicht jede Kirche oder jedes Standesamt gerne Reis vor der Tür liegen hat. In jedem Fall sollte aber vorher geklärt werden, wer den Reis im Anschluss entfernt, da weder Kirche noch Standesamt in der Regel bereit sind dies zu erledigen.

Der Reis symbolisiert die Fruchtbarkeit und soll einen reichen Kindersegen bescheren.

Aus verschiedenen Gründen wird heutzutage jedoch auf häufig Reis verzichtet und er durch Seifenblasen oder Konfetti ersetzt.

Zum einen ging man davon aus, dass Reis in den Mägen der Vögel aufquellen würde und ihnen schaden würde.

Zum anderen hindern moralische Gründe die Hochzeitspaare daran, ein Lebensmittel auf den Boden zu werfen, was in anderen Teilen der Welt dringend benötigt würde.

Ein Grund dafür, dass Reis als Symbol der Fruchtbarkeit nicht mehr ganz optimal ist, ist sicher darin zu sehen, dass seit Einführung der Anti-Baby-Pille ein etwa pillengrosses Korn nicht unbedingt sofort mit Fruchtbarkeit in Verbindung gebracht wird.