Buy levitra no prescription canada Hochzeitbräuche in anderen Ländern, heute: Indien

Udaipur in Indien. Bild von Katharina Wieland Müller - pixelio.de

Udaipur in Indien. Bild von Katharina Wieland Müller – pixelio.de

In Indien ist die Haupt-Saison für Hochzeiten der Dezember, Januar und Februar. In dieser Zeit werden die meisten Hochzeiten gefeiert und Zelte, Gärten oder Hallen werden festlich geschmückt. Indische Hochzeiten sind an Prunk und Pracht wahrscheinlich nicht zu übertreffen, die Brautleute und die Gäste tragen ihre kostbarsten Gewänder und sind mit Schmuck reichlich behangen.

Indische Hochzeiten: An Prunk und Pracht kaum zu überbieten


In Indien hat die Vermählung einen ganz besonderen Stellenwert. Es ist nicht nur der schönste Tag im Leben eines Inders, sondern gibt auch die Gelegenheit den Reichtum der Familie öffentlich zu zeigen. Mit dieser Pracht werden Reichtum und die finanzielle Sorglosigkeit ausgedrückt, das junge Ehepaar soll abgesichert sein und keine Not leiden. Hier betrachtet man die Hochzeit als einmaliges Erlebnis und es wird schon von Kindesbeinen an darauf gespart. Man muss sich in Indien auch für eine Hochzeitseinladung revanchieren, bei der eigenen Hochzeit darf also nicht „geknausert“ werden. Eine Hochzeit wird hier richtig groß gefeiert, egal wie die finanzielle Situation wirklich ist. Es wird davon ausgegangen, dass dieses Fest ohnehin nur einmal im Leben stattfindet. Für die Hochzeit wird unter Umständen alles Geld zusammengekratzt, als wäre es die einzige Feier, die jemals bezahlt werden müsste.

Braut und Bräutigam werden von den Eltern bestimmt

Auch heute ist es noch üblich, dass die Eltern bestimmen, wer geheiratet wird. Manchmal haben sich die Brautleute vor der Hochzeit noch nicht einmal gesehen, Hauptsache Braut und Bräutigam gehören zur gleichen Kaste und kommen aus derselben Bevölkerungsschicht. Hier sind die meisten Ehen glücklich, eine Scheidung ist ausgeschlossen.

Hochzeitsbräuche Mehndi, Baraat und Sangit

In Indien hat der Brauch noch Tradition. Es ist in diesem Land durchaus nicht unüblich, dass der Braut eine Mitgift überreicht wird und die Hochzeitseinladungen werden noch persönlich überbracht. Ganz wichtig ist die Hennawachs-Verzierung der Braut, die sie auch nach der Heirat noch lange behält. Man sagt, je länger das Mehndi hält, umso besser wird das Verhältnis zur Schwiegermutter. Diese Körperbemalung findet schon einige Tage vor der Hochzeit statt und die Braut gibt damit preis, dass bald eine Vermählung stattfinden wird. Diese Körperbemalung ist aber nicht der Braut allein vorbehalten, alle Frauen erhalten ein Mehndi. Allerdings ist die Bemalung der Braut immer aufwendiger, als bei den übrigen Frauen. „Pflicht“ ist auch der sogenannte „Baraat“, hierbei zieht der Bräutigam auf einem Pferd mit wirklich großen Lärm durch die Stadt. Für die Frauen bleibt der „Sangit“, eine alte Tradition, bei der die Frauen gemeinsam singen, um sich besser kennenzulernen.

Das Hochzeitskleid: Sari oder Lehnga?

Die indische Braut trägt natürlich einen typischen Sari. Dieses Kleidungsstück ist reich verziert und sehr schwer. Das Kleid ist rot, die Farbe für das Glück. Der Sari darf also höchstens aus Rosa-Tönen bestehen, bis hin zu einem leuchtendem Rot oder einem Braunton. Gerne gesehen wird auch ein Rock mit Bluse und einem Tuch. Die Lehnga ist zwar angenehmer zu tragen, wird aber so reichlich mit Perlen, Edelsteinen und Strass verziert, dass dieses Gewand am Ende genauso schwer ist, wie ein Hochzeits-Sari. Auch rote und weiße Armreifen dürfen nicht fehlen, die Chudas werden mit reichlich Schmuck angelegt. Ganz am Schluss wird die Dubatta gesteckt, es handelt sich hier um ein wallendes Kopftuch, das im Haar befestigt wird.

Was zieht der Bräutigam an?

Auch der Bräutigam kann sich festlich schmücken, allerdings ist er farblich nicht auf Rot festgelegt. Bei einer indischen Hochzeit trägt der Mann meist Blau, Schwarz oder Erdtöne und er glänzt in einem langen Gewand mit Mandarinkragen, dem sogenannten Achkan. Dazu werden Baumwollhosen kombiniert, die Salwar oder Churidar. Diese Hosen liegen eng an den Beinen an, sind aber im Bund etwas weiter.

Jetzt kann die Zeremonie beginnen, die natürlich auch nach einem gewissen Muster abläuft. Anschließen wird gefeiert und alle Gäste dürfen sich amüsieren und eine rauschendes Fest feiern.