Eheringe / Hochzeitsringe


Inwiefern man das Tragen eines Eherings als Brauch bezeichnen kann, ist zweifelhaft.

Das Tauschen der Ringe bei der Hochzeit jedenfalls ist eine Handlung und kann somit auch als Brauch angesehen werden.

Kaum ein Hochzeitsbrauch hat eine so lange Tradition wie der Tausch und das Tragen der Eheringe.

In mageren Zeiten war der Ehering oft das einzige Schmuckstück das getragen wurde.

Vorher gibt es aber häufig noch einen weiteren Ring, den Verlobungsring. Dieser ist jedoch häufig mit einem Stein versehen und wird auch nur von der Braut getragen, der Ehering hingegen ist in der Regel glatt und aus Gold gefertigt.

Auf die Innenseite wird seit längerem häufig noch etwas eingraviert, das Datum der Hochzeit oder die Namen der Brautleute.

Hochzeitsringe kannte man schon bei den Römern, jedoch wurde diese Tradition nicht kontinuierlich ins Mittelalter übertragen.In Mittelalter und Neuzeit war es in England üblich, statt der Eheringe für beide Partner nur einen “Mahelring” der Braut anzustecken.

Auch wenn es uns heute selbstverständlich erscheint, dass der Ring am Ringfinger der linken Hand getragen wird, wurde der Ring im Mittelalter der Braut zunächst an den Daumen gesteckt.

Das Tragen des Eherings nach der Hochzeit gilt einerseits als selbstverständlich, andererseits gibt es gerade in der Gegenwart viele Männer, aber auch Frauen, die ihren Ehering nicht dauerhaft tragen.

Teilweise wird der Ehering auch, gerade bei Männern, nicht mehr an der Hand getragen, sondern mit einem Kettchen um den Hals gehangen. Dies stammt vermutlich aus einer Notwenigkeit, da in vielen Indistriebetrieben aus Sicherheistgründen das Tragen von Ringen verboten war und ist.

Der Ring ist dennoch ein schönes Symbol für die Liebe ohne Anfang und Ende.